Wocheinerbahn

 

 

Die Wocheinerbahn, oder Transalpina wie sie in Italien genannt wird, wurde 1906 nach nur 5 Jahren Bauzeit eröffnet. Sie verband Jesenice mit dem damaligen Görz und weiter mit der Karstbahn nach Triest und endete dort im Bahnhof S. Andrea, heute Campo Marcia, dem Sitz des Eisenbahnmuseums Triest.
Die Strecke durch die Julischen Alpen führt durch 42 Tunnels, wobei der längste der 6327m lange Wocheiner Tunnel ist und über 42 Brücken führt. Die bekannteste der Brücken ist die Solkanbrücke mit 85m Spannweite, der weltgrößte Steinbogenbrücke. Obwohl mehrfach zerstört, noch heute ein einmaliges Eisenbahnerlebnis.

Am 17.7.09 hatte ich die Gelegenheit an einer Dampfsonderfahrt auf dieser außergewöhnlichen Strecke teilzunehmen.
Leider wurde gerade an diesem Tage die mehrwöchige Hitzewelle durch einen europaweiten Schlechtwettereinburuch plötzlich beendet.

 
Eigentlich hätte ich mich auf diese Lok gefreut, die 25-026 (ex '270.164'), zumal sie ja aus Wien stammt. Gebaut in Floridsdorf 1920.


So wird aber bei heftigem Regen die 33-037, eine ex DRB 52er, leider Tender voraus, beigestellt.

 


In Bled angekommen macht uns Erzherzog Franz Ferdinand samt Leibwache seine Aufwartung, während wir den Gegenzug abwarten.


Bei nachlassendem Regen erreichen wir den nächsten Halt, Bohinjska Bistrica. Danach geht es durch den 6300 m langen Wocheiner Tunnel.


Wir überqueren die Baca Brücke ...


..und erreichen Most na Soci. Hier gibt es erstmals Gelegenheit Lok und Zug zu besichtigen. Dieser besteht aus einem Gepäckwagen, einem 2.Klasse Abteilwagen, Buffetwagen, sowie zwei 3.Klasse Abteilwagen.


Ausfahrt aus Most. In Kanal verlassen wir den Zug um eine kleine Exkursion ins nahe Weinbaugebiet Goriska Brda zu unternehmen. Ein lohnender Abstecher. Sobald man das Isonzotal verlässt, erschließt sich nach Überwindung eines Bergrückens eine gänzlich andere Landschaft.


Man glaubt sich plötzlich in die Toscana versetzt.

Per Bus gelangen wir nach Nova Gorica,


..wo bereits der Zug auf uns wartet, mit der 33er nun Schornstein voraus.


Am Bahnhof Nova Gorica stehen auch eine Reihe erstklassig restaurierte 2 achsige Südbahn und kkStb Personenwagen.


Abfahrt aus Nova Gorica. Fast vor jedem Bahnhof in Slowenien steht eine Denkmallok, hier ist es die JZ 118.005, Baujahr 1922


Gleich darauf fahren wir über die berühmte Solkanbrücke.


Immer wieder passieren wir die zahlreichen Wärter und Eisenbahnerwohnhäuser. Alle nach demselben Bauplan errichtet.


Wir fahren nun dem Isonzo folgend aufwärts.


Nochmals befahren wir die Baca Brücke.

Nun noch ein Blick auf die zahlreichen Brücken und Viadukte, leider kann ich sie nicht alle benennen.


Baca Viadukt und Bukovo Tunell.


Noch ein paar Beispiele für die unzähligen Viadukte und Brücken.


Bald nähern wir uns wieder Jesenice, wo uns die moderne Bahn begegnet.

Weitere Infos zu den Sonderfahrten gibt es hier.

  Zurück Home Nach oben Weiter